TI-Anbindung in der Pflege: Vernetzung für eine verbesserte Pflegequalität

Bessere Kommunikation, kürzere Wege und mehr Zeit für die Pflege sind zentrale Wünsche von Pflegekräften, Pflegebedürftigen und deren Angehörigen. Die Digitalisierung kann hier entscheidend helfen. Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) und dem Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) hat die Bundesregierung den Anschluss der professionellen Langzeitpflege an die Telematikinfrastruktur (TI) initiiert. Ziel ist eine digitale Vernetzung aller Akteure im Gesundheitswesen, um die Kommunikation und Zusammenarbeit zu verbessern und Prozesse effizienter zu gestalten.

Bis zum 1. Juli 2025 müssen Pflegedienste, Heime und Tagespflegen an die TI angeschlossen sein. Der GKV-Spitzenverband hat einen Leitfaden veröffentlicht, der praktische Tipps zur Umsetzung bietet, wichtige Fragen zur TI-Nutzung beantwortet und einen Musterprozess für die Einbindung enthält.

 

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Projekt „GAP - Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege“ wird verlängert

Das erfolgreiche Projekt „GAP - Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege“ wird bis 2025 fortgesetzt. Den Zuschlag für die europaweite Ausschreibung erhielt die BQS GmbH. GAP unterstützt ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen bei der Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Nach einer Analyse der bestehenden Bedingungen arbeiten erfahrene Coaches mit den Einrichtungen an Lösungen, wobei häufig Themen wie Arbeitszeitorganisation sowie Informations- und Kommunikationsverbesserungen im Fokus stehen.

Beispielsweise haben Einrichtungen ihre Tourenplanung optimiert und Monatsdienstpläne auf einen Drei-Monatsdienstplan umgestellt, was zu einer höheren Arbeitszufriedenheit führte. Auswertungen zeigen, dass die Zufriedenheit der Mitarbeitenden nach der Projektdurchführung nachweislich gestiegen ist. Zudem können die Coaching-Kosten im Rahmen des GAP-Projekts durch Fördermittel der Pflegekassen co-finanziert werden.

 

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Fachservicestelle Sachsen

 Die Fachservicestelle Sachsen ist seit Mai 2019 im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt tätig und wird vom Volkssolidarität Dresden e.V. getragen. Sie fungiert als Ansprechpartner für Alltagsbegleitung, Nachbarschaftshilfe und Angebote zur Unterstützung im Alltag in ganz Sachsen. Seit 2022 umfasst ihr Aufgabenbereich auch die Selbsthilfe für pflegende Angehörige. Die Fachservicestelle bietet Informationen und Beratung für Senioren, Pflegebedürftige, Angehörige sowie sozial Engagierte und deren Träger, wie Projektträger der Alltagsbegleitung und Anbieter von Schulungen.

 

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Die Initiative für ein gesundes Sachsen

Die sächsische Gesundheitsversorgung ist heute stark und leistungsfähig. Um jedoch auch in den kommenden Jahrzehnten eine hochwertige Versorgung sicherzustellen, müssen wir uns jetzt gemeinsam den Herausforderungen der Zukunft stellen. Aktuelle Studien zeigen, dass der demografische Wandel unser Gesundheitssystem in den nächsten Jahren erheblich beeinflussen wird. Besonders der Fachkräftemangel könnte die Stabilität unseres Systems gefährden, wenn wir nicht umgehend handeln.

Im Rahmen unserer Zukunftswerkstatt wurde deutlich, dass wir diese große Herausforderung nur meistern können, wenn wir die bestehenden Strukturen zeitnah an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen. Dazu gehört auch, unsere Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen auf den neuesten Stand der Digitalisierung zu bringen und deren Potenziale voll auszuschöpfen.

Wir appellieren an alle relevanten Akteure in Sachsen – Politik, Gesundheitswesen und nicht zuletzt die Bürger – sich gemeinsam für eine zukunftssichere Gesundheitsversorgung 2030 einzusetzen. Unser Ziel ist es, eine patientenorientierte, leistungsfähige und digital vernetzte Gesundheitsversorgung zu schaffen.

 

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Eröffnung radiopharmazeutischen Anlagenbau in Dresden

In Anwesenheit der sächsischen Staatsminister Martin Dulig und Thomas Schmidt sowie des Dresdner Oberbürgermeisters Dirk Hilbert hat das Medizintechnikunternehmen Eckert & Ziegler heute seine neuen Betriebsgebäude in Dresden mit einer Fläche von 1.700 qm eingeweiht. Am Standort Dresden-Rossendorf werden hochmoderne Anlagen zur Herstellung von Radiopharmazeutika produziert und weltweit ausgeliefert. Zudem bietet das Unternehmen Dienstleistungen für die Handhabung und Entsorgung radioaktiver Produkte in der Krebsmedizin an. Eckert & Ziegler plant, bis zu 50 Millionen Euro in den Ausbau des Produktionsstandorts zu investieren. Die neu errichteten Gebäude bilden die Grundlage für die weitere Expansion des Unternehmens und ermöglichen die Schaffung von bis zu 100 zusätzlichen hochqualifizierten Arbeitsplätzen im Bereich Anlagenbau und Radiopharmazie in Sachsen.

 

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Hautarztmangel: Kinderärztin bietet Unterstützung durch Telemedizin

Christina Drechsel bietet seit September in ihrer Praxis in Zittau Teledermatologie für unklare Hauterkrankungen bei Kindern an. Diese Leistung muss derzeit privat bezahlt werden. Sie nutzt ein Tablet, um auffällige Hautstellen ihrer Patienten zu fotografieren, die auf Krebs oder andere Erkrankungen hinweisen könnten. Zudem erstellt sie mit einem Auflichtmikroskop, das einer starken Lupe ähnelt, hochauflösende Bilder. Diese Aufnahmen sowie die Krankengeschichte des Patienten sendet die Kinderärztin verschlüsselt an einen Dermatologen in Leipzig. Innerhalb von sieben Tagen erhält sie eine Rückmeldung mit Beurteilung, Diagnose und Empfehlungen. In dringenden Fällen kann die Antwort auch schneller erfolgen. Christina Drechsel übernimmt dann die weitere Behandlung und behält den gesamten Krankheitsverlauf im Blick.

 

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Gesundheitssektor als Motor für Beschäftigung

Die Erholung der deutschen Wirtschaft verzögert sich weiterhin, was auch negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat. In Anbetracht der angespannten wirtschaftlichen Lage entwickelt sich die Beschäftigung spürbar langsamer, obwohl ein Aufwärtstrend erkennbar bleibt. Im Jahr 2024 wird die Zahl der Erwerbstätigen voraussichtlich nur um 170.000 Personen steigen, gefolgt von einem Anstieg um 180.000 im Jahr 2025. Gleichzeitig wird jedoch auch ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen erwartet. Dies geht aus der aktuellen Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Demnach wird das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um 0,1 Prozent zurückgehen und im Jahr 2025 nur geringfügig um 0,4 Prozent wachsen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst schwächer als in den vergangenen Jahren. Die derzeitige wirtschaftliche Entwicklung hinterlässt deutliche Spuren, und die kräftigen Beschäftigungszuwächse des letzten Jahrzehnts werden nicht mehr erreicht.

 

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Vier Maßnahmen für eine verbesserte medizinische Versorgung in Sachsen

Wenig Termine bei Fachärzten, Personalmangel in Kliniken und schließende Apotheken – all das geschieht bei steigenden Kassenbeiträgen. Die medizinische Versorgung in Sachsen scheint sich zunehmend zu verschlechtern. Angesichts der Überalterung und des Fachkräftemangels könnten die Probleme noch größer werden, wenn die zukünftige Landesregierung nicht aktiv wird. Während in anderen Bundesländern über Lösungen gestritten wird, möchten die Akteure im sächsischen Gesundheitswesen gemeinsam notwendige Veränderungen anstoßen. Ein breites Bündnis aus Krankenkassen, Krankenhausgesellschaft, Landesärztekammer und Kommunalvertretern hat ein Vorschlagspapier an alle Landtagsabgeordneten übergeben, um strukturelle Veränderungen zu fördern, die eine moderne, patientenorientierte Gesundheitsversorgung für alle ermöglichen.

 

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DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein: Sozialministerium unterstützt Erweiterung der Berufsfachschule mit etwa 3,2 Millionen Euro

Das Sozialministerium unterstützt den Erweiterungsbau des Bildungszentrums Pflege am DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein mit etwa 3,2 Millionen Euro. Staatssekretärin Dagmar Neukirch übergab heute vor Ort den Förderbescheid für das Projekt. Das Bildungszentrum bildet derzeit für sechs Krankenhäuser und über 32 Kooperationspartner aus. Um dem wachsenden Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal gerecht zu werden und den Auszubildenden umfassende praktische sowie theoretische Erfahrungen zu ermöglichen, ist eine Erweiterung der bestehenden Berufsfachschule erforderlich. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro.

 

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Förderung zur Forschung zu Endometriose

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen seiner Initiative zur Frauengesundheit den Aufbau von fünf interdisziplinären Verbünden, die sich mit der Erforschung der Pathomechanismen der Endometriose beschäftigen. Diese Verbünde haben nun ihre Forschungsarbeit aufgenommen. Es besteht ein dringender Bedarf an mehr Aufmerksamkeit und Forschung zu Endometriose, da Schätzungen zufolge bis zu 15 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter betroffen sind. Viele dieser Frauen leiden oft jahrelang im Stillen, bevor eine Diagnose gestellt wird. Die Erkrankung ist schmerzhaft und stellt eine erhebliche Belastung für die Betroffenen dar. Mit der Förderung von fünf neuen Forschungsverbünden in Höhe von bis zu 15 Millionen Euro soll dazu beigetragen werden, die Krankheit künftig schneller und präziser zu diagnostizieren, effektiver zu behandeln und besser vorzubeugen. Ziel ist es, die Gesundheit und Lebensqualität der betroffenen Frauen zu verbessern. Diese Fördermaßnahme trägt zudem entscheidend zur Stärkung der Forschung im Bereich Frauengesundheit bei und unterstützt langfristig eine geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung.

 

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